Der Begriff Mata Atlântica, zu deutsch der "atlantische Küstenwald" bezeichnet einen ehemals etwa 50-200 km breiten Streifen Waldgebiet, entlang der brasilianischen Atlantikküste.

  Hier gedeihen auf über 3000 km Länge Pflanzen und Tiere in einer unvorstellbaren Vielfalt. Nicht einmal die tropischen Wälder Amazoniens können diese Pracht übertreffen.

  Biologisch gesehen ist das Gebiet aus einer Vielzahl unterschiedlichster Ökosysteme zusammengesetzt: Mangrovenwälder, unmittelbar am Meer und in den Flußläufen, Caatinga, etwas trockenere z.T. an salzhaltige Luft angepaßte Vegetationsgürtel entlang der Küsten und Bergregenwälder in den höher gelegenen Zonen.

  Auch von Norden nach Süden gibt es Unterschiede. Epiphyten - Aufsitzerpflanzen Auf beinahe allen Bäumen im Bergregenwald wachsen andere Pflanzen und versuchen so näher an den begehrten Sonnenschein zu gelangen. Es sind die sogenannte Epiphyten, v.a. Bromelien, Farne, Begonien, Pfeffergewächse und Orchideen. Epiphyten kommen hier in den Bergregenwäldern besonders häufig vor, da sie eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit und Niederschläge von mehr als 2000 mm im Jahr sowie sehr viel Licht benötigen.

  Die Lage am Hang erfüllt diese Bedürfnisse. Auch auf Blättern wachsen manchmal fremde Pflanzen, man nennt diese dann auch „epiphylle". Das Blatt wirkt dann irgendwie „schmutzig". Diese Epiphylle können die Wirtspflanze schädigen, indem sie ihr das Licht wegnehmen. Beispiele sind u.a. Moose.


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